Geschichte

Erstmals wurde Nieder-Stoll im Jahre 1324 erwähnt, seinerzeit unter dem Namen „Diedenstuel“ oder „Diedstollen“. Das Dorf gehört somit zu den etwas „jüngeren“ Ortschaften des Schlitzerlandes. Es darf jedoch angenommen werden, daß die ersten Siedlungen viel weiter zurückreichen. Auf dem „Hausberg“, dem ca. 500 m hohen Sängersberg, der allerdings zur Gemarkung des Nachbardorfes Bernshausen gehört, fand man Reste eines Ringwalles aus vorchristlicher Zeit.

 

Der Dorfname ändert sich im Laufe der Geschichte mehrmals, so findet man z. B. Ende des 14. Jahrh. den Namen „Djentstullen“ und im 17. Jahrh. „Diederstollen“.

 

Seit dieser Zeit (1648) sind die Schlitzer Herren mit ihren 16 Ortsteilen politisch und kirchlich von Fulda unabhängig. Im Zuge der Reformation wurde schon einige Jahrzehnte früher die Lehre Luthers eingeführt.

 

Das ganze Schlitzerland gehörte ab 1852 zum seinerzeit neu gegründeten Kreis Lauterbach, heute Vogelsbergkreis.

 

Nieder-Stoll, wie auch die anderen Schlitzerländer Dörfer, war selbstständige Gemeinde, bis im Jahre 1972 die Gebietsreform kam und alle Schlitzer Ortsteile in die Kernstadt eingemeindet wurden.