Ortsrundgang durch Nieder-Stoll

Fotos: Hans Schmidt, Hutzdorf
Texte: Margret Döring, Herbert Mann

 

Blick aus Richtung Sengersberg auf Nieder-Stoll, das von 227 Personen bewohnt wird und über 67 Wohnhäuser verfügt. Es gehört zu den kleineren Ansiedlungen im Schlitzerland.
  

Die kleine Fachwerkkirche wurde 1680 erbaut und 1866, 1907 bis 1910 und in den 80iger Jahren des 19. Jahrhunderts renoviert. Sie bildet mit dem 1912 erbauten und 2004 außen sanierten Pfarrhaus ein Ensemble. In der oberen Etage hat Pfarrer Peter Sachs eine viel beachtete Zuckersammlung zusammen getragen. Seit vier Jahren wird in diesem Bereich das Runkelrübenfest gefeiert.
  

Das Backhaus spielt wegen des Blaetzbackens beim Dorffest eine zentrale Rolle, auch ihm gilt die stete Aufmerksamkeit der Bürger.
  

Nieder-Stoll verfügt unter einer stattlichen Baumallee über einen schön angelegten und auch von vielen Radfahrern oft und gerne angenommenen Spielplatz am Rande des Radweges, dessen Randstreifen vom Obst- und Gartenbauverein gestaltet und von Hans Nagel, genau wie alle anderen Grünflächen gemäht und auch gepflegt wird. Der Obst- und Gartenbauverein hat auch während der 13-maligen Teilnahme an den Wettbewerben „Unser Dorf soll schöner werden“ und „Unser Dorf“ an der Dorfbegrünung entscheidend mitgewirkt.
  

Besonders gelungen wurden viele Sanierungsarbeiten am Ehrenmal durchgeführt. Hier sind die Namen der 8 jungen Männer zu lesen, die im dem ersten Weltkrieg ihr Leben verloren haben und der 14, die aus dem zweiten nicht nach Hause zurückkommen konnten. Auch  die Namen von zwei Frauen, die bei einem Bombenangriff in Frankfurt umgekommen sind, werden hier in die Erinnerung zurück gerufen.
  

Genau wie der Friedhof, hat die 1998 fertiggestellte Grillhütte einen schönen - über Nieder-Stoll gelegenen - Platz mit bester Fernsicht bekommen. Feierlichkeiten über das ganze Jahr hinweg, werden von der Bevölkerung nicht als störend empfunden. Hier werden unter anderem die Christbäume verbrannt, ein Lagerfeuer entzündet und die Nikolausfeier organisiert.
  

Das Dorfgemeinschaftshaus und das Feuerwehrgerätehaus wurde in Eigenleistung angebaut.
  

Ebenfalls über dem Ort gelegen sind die Anlagen des Schützenvereins, in denen die Mannschaften ihr Hobby ausführen und die von den Vereinsmitgliedern gepflegt und baulich unterhalten werden.
  

Das alte Genossenschaftsgebäude.