Die Kirche zu Nieder-Stoll

Der Grundstein des ersten Gotteshauses wurde sehr wahrscheinlich in vorreformatorischer Zeit gelegt.

 

In diesen Jahren 1636 – 1637 fand laut einer Rechnung eine größere Reparatur statt. Möglicherweise wurden in den Folgejahren noch weitere größere Reparaturen durchgeführt, evtl. aber auch der Abriß des alten Gebäudes.

 

In einem Aktenblatt heißt es, daß 1680 die neu erbaute Kirche zu Nieder-Stoll eingeweiht wurde.

 

Im Jahre 1778 bekam die Kirche zwei Glocken mit 50 und 62 cm Durchmesser. Die Inschrift lautet: „Gos mich Kutschbach 1778“.

 

1866 wurde eine durchgreifende Umgestaltung der sehr feucht gelegenen Kirche nötig. Beim Abbruch des aufgemauerten Altars fand man Reliquien eines Heiligen, was die eingangs erwähnte Vermutung der vorreformatorischen Grundsteinlegung erhärtet.

 

Mitte der neunziger Jahres des vergangenen Jahrhunderts bekam die Kirche eine zweimanualige Orgel mit Pedal und 12 Registern.

 

Im Jahre 1907 war wieder eine größere Reparatur am Kirchengebäude vonnöten. Die versuchsweise Beseitigung des Putzes brachte ein schönes Fachwerk zutage. Es wurde freigelegt. Dieses schöne Fachwerk präsentiert sich noch heute.

 

1917 während des 1. Weltkrieges wurde das Metall einer Glocke abgegeben. Im Jahre 1921 erhielt die Kirche eine neue Glocke.

 

Anfang der zwanziger Jahre brachte man an die Orgelempore Gedenktafeln der im 1. Weltkrieg gefallenen Nieder-Stoller Soldaten an. Diese blieben bis Mitte der sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

 

Im Zuge der letzten umfangreichen Renovierung wurden die Tafeln aus der Kirche enfernt. Gleichzeitig waren div. Veränderungen im Kircheninnenraum erforderlich. Desweiteren bekam die Kirche eine elektrische Läutanlage sowie ein neues Uhrwerk.

 

Letzte Neurerung ist die Kirchentür, bei der die alten Beschläge einer früheren Tür mitverwendet wurden.

 

Heute noch präsentiert sich das Kirchlein in schlichter, aber schöner Weise.